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CO.AS.SC.IT/Saar e.V., Italienischer Bildungsausschuss in Saarbrücken

Chronik des Projektes

Das Projekt "Auf den Spuren der Italiener im Saarland" besteht seit 1997. Initiiert wurde es von Coasscit/Saar und vom Kulturamt der Stadt Saarbrücken als Beitrag zur 1000-Jahr Feier der Landeshauptstadt Saarbrücken. Später wurde das Projekt von Coasscit/Saar allein getragen und fortgeführt und gliedert sich in verschiedene Abschnitte.

Das Projekt richet sich an Kinder und Jugendliche mit italienischem Migrationshintergrund, mit dem Ziel, ein besseres Verständnis für die Geschichte des Landes und die gemeinsamen Würzeln zu entwickeln.

Bei dem spielerisch-kreativen Umgang mit der eigenen Geschichte nehmen außerdem Kinder und Jugendlichen ihre Lebensraum besser wahr und entwickeln ein anderes Gespür für ihre Identität.

 

Oktober 1997

1. "Römische Funde und Spuren im Saarland"

Die Herbstferien 1997 boten den deutschen und italienischen Kindern und Jugendlichen der italienisch-muttersprachlichen Schulklassen in Sulzbach und Dudweiler ein außergewöhnliches Erlebnis: Auf den Spuren der Römer im Saarland besichtigten sie die römische Siedlung in Homburg-Schwarzenacker und das Museum für Vor- und Frühgeschichte in Saarbrücken.

Mit Zeichenstift und Kamera, Auge, Hand und Ohr, zu Fuß und per Bus waren die jungen Forscherinnen und Forscher begeistert zu Gange. Ihre Erlebnisse hielten sie sowohl vor Ort fest, als auch beim kreativen Gestalten im Sulzbacher Kulturzentrum Salzherrenhaus durch plastisches Arbeiten mit Ton und Metall und der Arbeit im Fotolabor.

So entstanden aus Ton eine römische Siedlung mit Tempel, Einwohnern und Tieren. Römische Motive wurden im Fotolabor zu Fotogrammen verarbeitet, im Museum für Vor- und Frühgeschichte entstanden in Punztechnik römische Schmuckstücke.

(mit SchülerInnen aus Sulzbach/VHS Sulzbach)

 

Juni 1998

2. "Italienische Jugendliche auf barocken Spuren in Saarbrücken"

Im Sommer 1998 hieß es für Kinder und Jugendliche aus dem italienisch- muttersprachlichen Unterricht an den Schulen in Brebach und St. Arnual im zweiten Projektteil "Barock statt Rock!"

Vom 30. Juni bis 9. Juli fanden an sieben Nachmittagen Exkursionen zu Plätzen innerhalb Saarbrückens statt, die eine Verbindung herstellten zur italienischen Geschichte der Barockzeit des 18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt standen die Saarbrücker Ludwigskirche, wo der italienische Baumeister Garosse aus Ottweiler aktiv war und der italienische Bildhauer Carlo Pozzi aus Rom die Skulpturen im Innenraum der Kirche gestaltete.

Eine weitere Exkursion führte in die Alte Sammlung des Saarland Museums, wo sich ein Modell der Ludwigskirche befindet und wo von italienischer Kunst beeinflußte Gemälde vorgestellt wurden. Die künstlerische Begleitung und Betreuung lag weiterhin in Händen der Saarbrücker Medien-Künstlerin und Grafikerin Sabine Loos (Förderstipendiatin der Landeshauptstadt 1993 im Bereich Bildende Kunst).

Sie unterstützte die Verarbeitung der Geschichtserfahrung im Anschluss an die Exkursionen mit kreativ-künstlerischen Mitteln: So wurden z.B. die traditionelle Herstellung von Bildfarben erlernt, Skulpturen aus verschiedenen Materialien sowie ein Videofilm, mit dem die Jugendlichen ihre barocke "Spurensuche" dokumentieren, hergestellt.

(Mit SchülerInnen aus Brebach und St. Arnual)

 

November 1998

3. "Alles nur Pizza und Pasta? Italiener heute machen Kultur"

Vom 14.-25. November 1998 setzten die Kommunale Ausländerkultur des Saarbrücker Kulturamtes und die italienische Bildungsinstitution COASSCIT ihr mehrjähriges Projekt ”Auf den Spuren der Italiener im Saarland” fort. Was gab es in Saarbrücken außer Pizza-Esskultur an (italienischer) Kultur zu entdecken?

Diese Fragen standen für Kinder und Jugendliche aus dem italienisch-muttersprachlichen Unterricht in Dudweiler im Mittelpunkt des dritten Projekts auf ihrer Zeitreise durch die Geschichte dieses Jahrhunderts.Der italienische Schauspieler Dino Scandariato arbeitet am Saarbrücker Kinder- und Jugendtheater ”Überzwerg”. Daher stand am 14.11. ein Besuch des neuen Stückes ”Forever Young” auf dem Programm.

Dino Scandariato stellte seinen Arbeitsort live als Schauspieler in ”Forever Young” vor, gewährte einen Blick hinter die Kulissen des Theaters und beantwortete Fragen zum Schauspielberuf und zur Ausbildung. Während seines anschließenden Theaterworkshops tauchten die Kinder und Jugendlichen in die Schauspielkunst ein, sie erfuhren die Grundlagen von Mimik-, Sprech- und Bühnentechnik.

Viele der im Saarland ansässigen italienischen Familien kommen ursprünglich aus Sizilien, wo die bis ins Mittelalter zurückreichende Volkstheater-Tradition des sizilianischen Marionettentheaters, die ”Opera dei pupi”, beheimatet ist. In der neuen deutschen Heimat ging für viele Immigranten diese italienische Kultur verloren – und wartete nun darauf, von den Kindern und Jugendlichen der dritten und vierten Generation neu entdeckt zu werden. Ein großer Teil des zweiwöchigen Projekts wurde der praktisch-kreativen Begegnung mit den Geschichten und den Figuren der ”Opera dei pupi” gewidmet.

Die ”pupi”, die bis zu einem Meter großen sizilianischen Stabmarionetten, werden zur Darstellung von Ritterspielen und Schlachten verwendet. Die Figuren stellen z.B. die legendären Ritter Orlando und Rinaldo dar und den berühmten König Carlo Magno (Karl der Große). Auch neuere Geschichten finden sich, wie z.B. über den Nationalhelden Guiseppe Garibaldi in seinem typisch roten Hemd. Klassische Texte übernahm das Marionettentheater der ”Opera dei pupi” aus dem Repertoire der ”Commedia dell`arte”, für die Carlo Gozzi und Carlo Goldoni im 17. Jahrhundert ihre Meisterstücke schrieben.

Unter Anleitung der Medienkünstlerin Sabine Loos und der Marionettenbauerin Barbara Seithe wurden an mehreren Nachmittagen ”pupi” gebaut. Mit einer Marionettenspiel-Inszenierung, die sich an Inhalten der klassischen Stücke anlehnte, schlossen die Kinder und Jugendlichen mit ihren auferstandenen Orlandos und Rinaldos den dritten Teil der interkulturellen Spurensuche ab.

(mit SchülerInnen aus Dudweiler/GS Turmschule)

 

April 1999

4. "Als Papa nach Deutschland kam"

Das letzte interkulturelle Forschungsprojekt fand vom 19.-29. April mit Kindern aus dem muttersprachlichen Unterricht in Dudweiler und Sulzbach statt. Das Gemeinschaftsprojekt der Kommunalen Ausländerkultur des Saarbrücker Kulturamtes und der in Saarbrücken ansässigen italienischen Bildungsorganisation COASSCIT (Comitato Assistenza Scolastica Italiana) wurde begleitet von Dr. Rolando Pettinati und Dr. Antonella D'Alonzo von der COASSCIT, der Medienkünstlerin Sabine Loos und der Erziehungswissenschaftlerin Barbara Seithe.

"Als Papa nach Deutschland kam ..." könnte die Einleitung zu vielen Erzählungen in den Familien der italienischen Einwanderer aus Kalabrien und Sizilien sein. Wobei "Papa" auch der Großvater, also ein Mitglied der älteren Generation, sein kann, denn die italienische Immigration ins Saarland hatte ihren Höhepunkt schon vor einigen Jahrzehnten.

Das Zeichnen von Wegekarten der Einwanderung stand auf dem Plan. Und beim Stöbern auf Dachböden in Kisten und Koffern voller Erinnerungen an Italien und die erste Zeit im Saarland kamen so manche Fotografie, ein Souvenir, Briefe oder eine alte Jacke und ein Kleid aus den 60-er Jahren an Licht. In Dudweiler interviewten die Jugendlichen zudem einige italienische Händler und sammelten Geschichten von früher in ihren Familien.

Technische Hilfsmittel wie Videokameras, Diaprojektoren, Scheinwerfer und Fotokameras waren den Kindern und Jugendlichen im nunmehr 4. Geschichts-projekt schon ganz geläufig. Schließlich legte die Medienkünstlerin Sabine Loos einen Schwerpunkt auf den Umgang mit technischen Kunstmedien. Seitens der COASSCIT wurde der Umgang mit den neuen Kommunikationsmedien gefördert: Computereinsatz beim Schreiben eines Hypertext und interaktive Computer-präsentation rückten dem Familiengedächtnis zu Leibe. Daraus und aus all den anderen Erinnerungsstücken entstand eine Computer-Dokumentation darüber, wie es war, "als Papa nach Deutschland kam..."

(Mit SchülerInnen aus Dudweiler und Sulzbach/GS Turmschule)

 

Mai 2005

5. "Soweit die Erinnerung reicht -Großvater Keller, Großmutter Schrank

L'armadio della memoria"

Das italienische Konsulat im Saarland hat im Jahr 2005 eine europabezogene Tagung und Ausstellung veranstat. Hierbei findet auch das Spurensuche-Projekt seine Fortsetzung in Form eines schulkulturellen Beitrages unter dem Titel „Großvaters Keller, Großmutters Schrank: … soweit die Erinnerung reicht“.

Die Idee von Dr. Rolando Pettinari als Leiter der COASSCIT und der Künstlerin Sabine Loos wurde in gemeinsamer Organisation und Finanzierung mit Birgit Kollet vom Kulturamt der Landeshauptstadt Saarbrücken (Bereich Schulkultur) an der Saarbrücker Grundschule Füllengarten-Burbach umgesetzt. Dort wurden die Kinder des nachschulischen italienischen Unterrichtes zusammen mit ihren deutschen Freundinnen und Freunden aktiv. Sie gestalteten einen Schrank voller Erinnerungen! In ihren Familien suchten sie nach Alltagsgegenständen, beispielsweise auch in Opas Keller und Omas Schrank. Sie fanden alte Schallplatten, Fotos, Kleidungsstücke und einiges mehr. Das kommt alles – künstlerisch umgestaltet – in den Schrank der Erinnerungen.

Dazu ist ein Musikstück im Stile einer sizilianischen Cantastorie – einer Art Moritatengesang - über die wirkliche Geschichte eines italienischen Großvaters entstand, der eigentlich nach Amerika wollte und sich im Saarland wiederfand. Seine Lebensgeschichte hat er den Schulkindern erzählt, die Kinder nacherzählen sie nun als Cantastorie mit Gitarrenbegleitung und selbst gemalten Szenen.

 (Mit SchülerInnen aus Saarbrücken/GS Füllengarten)

 

Mai 2006

6. "Barock statt Rock"

Vom 24.4. April bis 27.5 Mai werden sich Schüler und Schülerinnen der GS Füllengarten in kreativer Weise mit der italienischen Geschichte der Barockzeit des 18. Jahrhunderts in Saarbrücken beschäftigen. Im Mittelpunkt steht die Saarbrücker Ludwigskirche, wo der italienische Baumeister Garosse aus Ottweiler aktiv war und der italienische Bildhauer Carlo Pozzi aus Rom die Skulpturen im Innenraum der Kirche gestaltete.

Die Schüler und Schülerinnen werden die Barockmusik kennenlernen und einen kleinen Tanz einstudieren. Darüber hinaus werden sie einen Rollenspiel vorbereiten.

Die älteren Schüler und Schülerinnen werden eine Multimediale Präsentation  der kreativen Arbeit herstellen.

Die künstlerische Begleitung und Betreuung liegt in den Händen von Dr. Rolando Pettinari und der erfahrenen Kunstlehrerin Claudia Lang, die verschiedene Kulturprojekte in Saarbrücker Grundschulen leitet.

Die sinnlich-kreative Umsetzung dieser Erlebnisse ermöglicht den Kindern und Jugendlichen, ihrer "italienischen" Vergangenheit auf saarländischen Boden nachzuspüren und ihre Lebensumwelt besser zu verstehen. Deutsche Schüler und Schülerinnen haben die Mögligkeit, kreativ zu arbeiten und interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und so ihre soziale Kompetenzen zu erweitern.

(Mit SchülerInnen aus Saarbrücken/GS Füllengarten)

 

Mai 2008

7. "Tracce - Die Geschichte der Italiener im Saarland in 7 Höhrspielen"

Eine Gruppe von Jugendlichen italienischer Herkunft hat ausgewählte Texte über die Geschichte der Italiener im Saarland im Tonstudio des Medien Kompetenz Zentrums in Saarbrücken aufgenommen.

Die Sammlung dieser Texte, von Rolando Pettinari verfasst, präseniert in Form von Hörspielen die Geschiche der Italiener im Saarland seit dem 18. Jh. . Die Stücke lassen sich z.B. im Schulunterricht mit verteilten Rollen lesen und nachspielen.

(Mit SchülerInnen aus Saarbrücken/Völklingen/Hülzweiler)

 

November - Dezember 2012

8. "Die Gänsegretel heiratet - Auf den Spuren des Barock in Saarbrücken"

Zum Stengeljahr, vom 18. November 2012 bis 7. Februar 2013, haben sich italienische Schüler und Schülerinnen der GS Weyersberg Saarbrücken in kreativer Weise mit der italienischen Geschichte der Barockzeit des 18. Jahrhunderts in Saarbrücken beschäftigt. Im Mittelpunkt stand die Saarbrücker Ludwigskirche, wo der  italienische Baumeister Garosse aktiv war und der italienische Bildhauer Carlo Pozzi die Skulpturen im Innenraum der Kirche gestaltete.

Die Schüler und Schülerinnen haben darüber hinaus Tischfiguren gebaut und ein Figurenspiel mit dem Titel „Die Gänsegretel“ vorbereitet.

Die künstlerische Begleitung und Betreuung lag in den Händen von Rolando Pettinari und der Künstlerin Barbara Seithe.

Das Projekt wurde am 2. März mit einem Barock Konzert in der Schlosskirche in Saarbrücken mit der Gruppe "Collegio Barocco" feierlich abgeschlossen.

 (Mit SchülerInnen aus Saarbrücken/GS Weyersbergschule)

















 

 

 

 

 

 

 

 

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CO.AS.SC.IT/Saar e.V., Italienischer Bildungsausschuss in Saarbrücken  |  e-mail: coasscitsaar@saarmail.de